
Die Geschichte kurz erzählt...
1879/80 entstand im Stil des Akademischen Historismus an der südwestlichen
Kreuzungsecke von Reichenberger Straße und Forster Straße ein viergeschossiger
Mauerwerkschulbau, mit gelben Ziegeln verblendet und roten Ziegelstreifen verziert,
sowie mit Stichbogenfenstern. Gegen 1945 wurde die westliche Hälfte des
Klassentrakts, das Lehrerwohnhaus und die Turnhalle im Hof zerstört. Von den an
den Stirnseiten angelegten Zugängen blieb der " Eingang für Knaben" an der
Reichenberger Straße erhalten.
Ursprünglich waren hier die 100te und 102te Gemeindeschule sowie die 3te
Hilfsschule Hausherr, deren Bezeichnungen in der Folge mehrfach wechselten.
Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Schule wurde vorübergehend von
mehreren Schulen genutzt.
Nach ihrem Wiederaufbau entwickelte sie sich zur Schule für Lernbehinderte, die
1967 nach dem Pädagogen Paul Dohrmann (1900 - 1957) benannt wurde.
Zwischen 1983 und 1989 entstand nach Entwürfen von Rolf D. Weisse ein umfang-
reiches Um- und Neubauprojekt. Der Blockrand zur Reichenberger Straße schloss
sich durch Neubau der Niederlausitz-Grundschule, benannt nach einem Landstrich,
heute zum Bundesland Brandenburg gehörig. Die südliche Begrenzung des Hofes
bildet die denkmalgeschützte Turnhalle (Desinfektionsanstalt). Sie wird gemeinsam
mit der benachbarten Schule genutzt.
Quelle:
copyright Edition Luisenstadt, 2002 - Stand:10/12/200521.Oktober2003 - Berliner Bezirkslexikon, Friedrichshain-Kreuzberg, - www.berlingeschichte.de/Lexikon/Index.html